HERBERT WIELAND

Natursteinmeister GmbH
A-9560 FELDKIRCHEN - St. Veiter Straße 8
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Errichtung & Prüfung von Grabanlagen

ON Regel 27214

Anwendungsbereiche:

Diese ON Regel gilt für sämtliche Denkmäler, unabhängig von Größe, Konstruktion Standort oder Verwendungszweck. Ausgenommen sind Denkmäler die in höherrangigen Rechtsvorschriften bereits erfasst sind.

Denkmal:

Errinnerungsmal an eine bestimmte Person oder historische Ereignisse innerhalb oder außerhalb von Friedhöfen.

Begriffsbestimmung:

Ein Grabmal besteht in der Regel aus Grabstein, Sockel, Grabumrandung.

Ausführungsbestimmungen:

Die Fundamentierung ist unter Berücksichtigung der vorhandenen Bodenverhältnisse auszuführen. Der Zeitpunkt ab dem nach einer Belegung der Grabstätte die Grabanlage aufgestellt werden kann, liegt im Ermessen des mit den örtlichen Gegebenheiten vertrauten Steinmetzmeisters bzw. der örtlichen Friedhofverwaltung. Der Auftraggeber ist darauf hinzuweisen, dass es durch Setzungen im Grab und durch Frosteinwirkungen zum Absenken und Schiefstellen der Grabanlage kommen kann. Setzungen und Schiefstellungen sind kein Hinweis auf mangelhafte Ausführung, solange die einzelnen Teile der Grabanlage kraftschlüssig miteinander verbunden bleiben.

Grabsteine:

Die Mindestdicke von Grabsteinen darf 10 cm nicht unterschreiten.

Horizontallast:

Für die Berechnung ist die ungünstigste Last heranzuziehen. Für Denkmäler mit einer Höhe von 1,1m über der Geländeoberkante ist eine spezifische horizontale Verkehrslast von 0,5 kN anzunehmen.

Sicherheitsnachweise:

Kippsicherheit:
Soweit statisch erforderlich ist die Kippsicherheit des Grabdenkmals oder einzelner Teile durch eine Verdübelung oder durch andere gleich- oder höherwertige Verbindungsmittel sicherzustellen. Es dürfen nur rostfreie Stähle zur Verdübelung eingesetzt werden. Bei einer anderen Befestigung des Grabdenkmals ist der Statische Nachweis der Gleichwertigkeit zu führen.

Umstürzsicherheit:
Der Nachweis der Umsturzsicherheit ist durch Anbringung einer horizontalen Verkehrslast als Prüflast in Anlehnung an den Kippsicherheitsnachweis zu führen.

Grabumrandungen:

Für tragfähige Grabumrandungen sollte eine Mindestnennbreite von 10 cm nicht unterschritten werden.
Verbindung Grabumrandung mit Sockel:
Die einzelnen Teile der Grabumrandung sind untereinander kraftschlüssig zu verbinden. Soweit statisch notwendig ist der Sockel ebenfalls mit der Grabumrandung oder dem Fundament kraftschlüssig zu verbinden. Sämtliche Metallteile sind in nicht rostender Ausführung herzustellen. Metallwinkel müssen einen ausreichenden Querschnitt haben.

Nebenleistungen:

Nebenleistungen die mit dem vereinbarten Preis abgegolten sind:
-Abnehmen des Naturmaßes
-herstellen der notwendigen Pläne
-Transport zum Friedhof...

Leistungen die gesondert zu vergüten sind:

-Einholen der notwendigen Genehmigungen von der jeweiligen Friedhofsverwaltung
-Abtragung von Denkmalteilen und des Erdhügels
-Deponie und Entsorgungsgebühren...

Prüfung:

Prüfvorgang:
Es werden auf das Grabdenkmal horizontale Lasten aufgebracht, um die Kipp- und Umsturzsicherheit zu überprüfen. Die Prüfung erfolgt mittels geeignetem Prüfgerät mittig an der Oberkante des Grabsteins. Die Größe der Prüflasten ist abhängig von der Höhe des Grabmals. Die Belastung darf nicht ruckartig, sondern muss kontinuierlich bis zu definierten Prüflast aufgebracht werden.

Haftung:

Die Überprüfung der Standsicherheit der Grabanlage obliegt dem Nutzungsberechtigten des Grabes. Außergewöhnliche Einwirkungen (wie ZB Rüttelproben, das Abstützen von Containern oder Baggern ...) wie auch Naturkatastrophen können  zu einer Überbeanspruchung des Denkmals führen und dessen Standsicherheit beeinträchtigen. Für solche Fälle ist die Haftung des Herstellers auszuschließen.

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